Mannheimer Morgen 08.03.2010

Süddeutsche1

Sonntagszeitung Mannheim 07.03.2010

Süddeutsche2

Fasnacht: Arbeiterwohlfahrt (AWO) lädt zur Große Prunksitzung in den Rosengarten / Stadtprinzenpaar krönt das Bühnenprogramm

Traumtänzer und Zickenterror im Mozartsaal

Seit fast drei Jahrzehnten schon setzt die Arbeiterwohlfahrt mit ihrer großen Prunksitzung einen Akzent im Kalender Mannheimer Fastnacht. Unter dem Motto "Herz im Quadrat" lud die AWO auch in diesem Jahr in den Mozartsaal des Rosengartens. Hier bildete die prachtvolle Dekoration des Weißen Balles vom Vorabend den Rahmen für ein abwechslungsreiches Bühnenspektakel, das durch einen Besuch des Stadtprinzenpaares "gekrönt" wurde. Zur Besatzung am langen Elferratstisch zählten Prinzessinnen, Senatoren und Präsidenten vieler Mannheimer Karnevalsvereine, deren Vorsitzender Horst Karcher punkt 14.10 Uhr zusammen mit den "Golden Lions" das Programm eröffnete. Ein Programm, das über vier Stunden lang gespickt war mit Knallbonbons, die nach und nach gezündet wurden. Ihre Funken sprangen schnell aufs Publikum über und schunkelnde Reihen begleiteten die Fastnachtshits der letzten Jahrzehnte von Moni & Wolf, dem Trio Jukebox oder Horst Karcher. Laute Töne wurden von leisen abgelöst, Lachnummern durch fetzige Gesangseinlagen oder akrobatischen Tänzen ergänzt. Allen voran dabei der Auftritt der Stichler Juniorengarde. In Kostümen, von denen jedes ein schillerndes Kunstwerk war, das sein Pendant in Make-up und Frisur fand, führte die Garde in eine blaue Unterwasserwelt.

Der Mann mit dem Koffer

Auf die Bühnen des Broadway ging es im Schautanz der Damen des Grün-Weiß Oftersheim. Klassisch und oft akrobatisch hingegen die Auftritte des Tanzpaares von Grün-Weiß Schönau, dem CCW Tanzmariechen Samantha Höß, der Stichler Juniorengarde und der CCW Jugendgarde. Weniger Akrobatik von den Akteuren als vielmehr die der Lachmuskeln der Zuschauer erforderten die Beiträge des Männerballetts "Kurpfälzer Traumtänzer" und der 14 "Ballerinen" des AWO Balletts. Musikprofessor Werner Beidinger und Hannes Schmitt als Schönheitsberater nahmen in ihren Büttenreden die Politik und ihre Macher aufs Korn. Kurpfälzer Zickenterror im Putzfrauendress lieferten sich Sigi Naber und Elsbeth Steidle, während Peter Schick von seinen Erlebnissen als Shuttlefahrer berichtete oder Roger Karl von denen eines Nachwuchstennisstars. Aus seinen Memoiren über 44 Jahre aktive Fastnacht las Manfred Baumann als der Mann mit dem Koffer vor, bevor dann die Büchenauer Guggenmusik lautstark die diesjährige AWO-Prunksitzung beendete. bab

Mannheimer Morgen 19.01.2010

Garde 2009

Mannheimer Morgen 24.06.2009

06-06-09 Real

Mannheimer Morgen 11.03.2009

Pressebericht MM Hürth Turnier

Nordnachrichten 19.09.2009

Senatsschiesen 2009

Nordnachrichten 14.05.2009

Senatoren der Stichler luden zum traditionellen Schlachtfest

SANDHOFEN. Nicht nur als Tierarzt verschaffte sich Daniel Mayer in den letzten Jahren einen guten Ruf, sondern mittlerweile auch als ,,,Meister der Schlachtplatten”. Beim traditionellen Schlachtfest der Stichler Senatoren im Reiterstübchen des Reit- und Fahrverein in Sandhofen stand er wieder unermüdlich, natürlich nicht ohne Helferinnen und Helfer, den ganzen Tag in ,,de Woschdkisch”.

Senatspräsident Edgar Gundel begrüßte die zahlreichen Gäste, darunter Prinzessin Diana I. ,,von Licht und Glanz”, Ehrenpräsident Horst Karcher und Stichler-Urgestein Peter Schick. Die Sponsoren der ,,Sau” wollten namentlich, obwohl jeder weiß wer es war, nicht genannt werden. Ein großes Kompliment sprach Edgar Gundel an die Stichler Garde aus, die sich für die Teilnahme an der Deutsche Meisterschaft qualifiziert hat und somit am Schlachtfest leider nicht teilnehmen konnten. Senatspräsident Edgar Gundel wie auch Prinzessin Diana I., dankten aber nicht nur den Gästen und Sponsoren, sondern auch den Nord-Nachrichten für die gute Berichterstattung in der Kampagne.

Bevor die Woschdsupp, die köstlichen Schlachtplatten mit Wellfleisch und Leberknödel gereicht wurden, gratulierten die Anwesenden Senator Jürgen Klein zu seinem Geburtstag. Dass die Besucher des Schlachtfestes schon einen ordentlichen Appetit und Hunger mitbringen sollten ist bestens bekannt, denn kurz nachdem die Schlachtplatten verzehrt waren, wurden gleich darauf die Platten mit Hausmacher Wurst gereicht. 

Bericht über unsere Prunksitzung: Quelle Mannheimer Morgen 30.01.2008:

Prunksitzung der Stichler mit Klasse-Bütten der vereinseigenen Fasnachter und tollen Tanzeinlagen der Garden

Sandhofen:

Bewegender Abschied nach 22 Jahren

Von unserer Mitarbeiterin Sylvia Osthues

Der Saal war voll und die Stimmung prächtig: Bei der Prunksitzung der 1. Sandhofer Karnevalgesellschaft "Die Stichler" in der TSV-Turnhalle begeisterten vor allem die Garden - aber auch die Büttenredner aus den eigenen Reihen. Nach dem Einzug von Prinzessin Nadine II. mit den Elferräten und Garden gab Präsident Thomas Schwab die Bühne frei für ein Programm voller Höhepunkte.

Mit ihren Stimmungsliedern brachte das Wasentrio die rund 400 Gäste in Schwung. Wenig Aufmerksamkeit schenkte das Publikum dagegen den Büttenreden von Helmut und Hella, zwei fidelen Nachbarn aus Hamm bei Worms, die ebenso auf altbekannte Witze setzten wie Manfred Baumann, "Der Mann mit dem Koffer". Ihre Bütten gingen bei den Gesprächen an den Tischen unter. Auf den Gängen herrschte reger Durchgangsverkehr.

Dagmar Karcher, die ihre "Pappnasen" kennt, verschaffte sich deshalb erst einmal lautstark Respekt, bevor sie als geplagte Hausfrau über ihren Ehemann Horst Karcher, selbst Ehrenpräsident der Stichler, wetterte. Der amüsante Text ihrer Bütt stammte nichts desto trotz aus der Feder des ach so Gescholtenen - genau wie die Bütt seines "närrischen Enkels", Sascha Knapp.

Der 15-Jährige imponierte mit einer eher nachdenklichen Bütt über die Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern. Er wolle lieber ein Mädchen sein, meinte das Nachwuchstalent der Stichler und tänzelte als schräge Ballerina über die Bühne. Danach lies es sein Opa so richtig krachen. Bei den Stimmungsliedern von Horst Karcher, einem Urgestein der Mannheimer Fasnacht, sangen und schunkelten alle im Saal mit.

Kirsten Karcher sagt "Ade"

Bewegend war der Abschied von Kirsten Karcher, der Tochter von Dagmar und Horst Karcher und Mutter von Sascha Knapp, die nach 22 Jahren Aktivität von der fasnachtlichen Bühne abtrat. Mit den schönen alten Fasnachtsliedern und einem von Bernd Hoffstaetter eigens für ihren Abschied geschriebenen Lied sagte sie "Ade!".

"Ach, wie bleed", sorgte Bodyguard Peter Schick, Ehrensenator der Stichler, der ein Fernsehteam des SWR mitgebracht hatte, für ausgelassene Heiterkeit im Saal. Ein Augenschmaus und Zeichen einer hervorragenden Jugendarbeit bei den Stichlern waren die großartigen Gardetänze. Als Aristocats wirbelte die niedliche Krümelgarde über die Bühne. Viel Beifall gab es auch für die schwungvollen Auftritte der Tanzmariechen und des Jugendtanzpaars Leslie-Ann Schwöbel und Dennis Kerker. Danach eroberte die Jugendgarde die Bühne mit einem temperamentvollen "Gorilla Mambo". Mit ihrem variationsreichen Schautanz hat sich die Juniorengarde sogar für die süddeutsche Meisterschaft qualifiziert.

Die Big Mamas, allesamt Mütter der Gardetänzer, bewiesen Mut zur Figur bei ihrer Reise um die Welt, entsprechend dem Motto der Stichler. Viel Bein zeigte die Aktivengarde beim Can Can aus dem Musical Moulin Rouge. Als die "Fidelen Kraniche" aufspielten zum großen Finale tanzten und schunkelten auch die Aktiven auf der Bühne mit. Danach hieß es "Bühne frei!" für das tanzfreudige Publikum zur Musik von Nick und Rick.