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Bericht über unsere Prunksitzung: Quelle Mannheimer Morgen 30.01.2008:
Prunksitzung der Stichler mit Klasse-Bütten der vereinseigenen Fasnachter und tollen Tanzeinlagen der Garden
Sandhofen:
Bewegender Abschied nach 22 Jahren
Von unserer Mitarbeiterin Sylvia Osthues
Der Saal war voll und die Stimmung prächtig: Bei der Prunksitzung der 1. Sandhofer Karnevalgesellschaft "Die Stichler" in der TSV-Turnhalle begeisterten vor allem die Garden - aber auch die Büttenredner aus den eigenen Reihen. Nach dem Einzug von Prinzessin Nadine II. mit den Elferräten und Garden gab Präsident Thomas Schwab die Bühne frei für ein Programm voller Höhepunkte.
Mit ihren Stimmungsliedern brachte das Wasentrio die rund 400 Gäste in Schwung. Wenig Aufmerksamkeit schenkte das Publikum dagegen den Büttenreden von Helmut und Hella, zwei fidelen Nachbarn aus Hamm bei Worms, die ebenso auf altbekannte Witze setzten wie Manfred Baumann, "Der Mann mit dem Koffer". Ihre Bütten gingen bei den Gesprächen an den Tischen unter. Auf den Gängen herrschte reger Durchgangsverkehr.
Dagmar Karcher, die ihre "Pappnasen" kennt, verschaffte sich deshalb erst einmal lautstark Respekt, bevor sie als geplagte Hausfrau über ihren Ehemann Horst Karcher, selbst Ehrenpräsident der Stichler, wetterte. Der amüsante Text ihrer Bütt stammte nichts desto trotz aus der Feder des ach so Gescholtenen - genau wie die Bütt seines "närrischen Enkels", Sascha Knapp.
Der 15-Jährige imponierte mit einer eher nachdenklichen Bütt über die Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern. Er wolle lieber ein Mädchen sein, meinte das Nachwuchstalent der Stichler und tänzelte als schräge Ballerina über die Bühne. Danach lies es sein Opa so richtig krachen. Bei den Stimmungsliedern von Horst Karcher, einem Urgestein der Mannheimer Fasnacht, sangen und schunkelten alle im Saal mit.
Kirsten Karcher sagt "Ade"
Bewegend war der Abschied von Kirsten Karcher, der Tochter von Dagmar und Horst Karcher und Mutter von Sascha Knapp, die nach 22 Jahren Aktivität von der fasnachtlichen Bühne abtrat. Mit den schönen alten Fasnachtsliedern und einem von Bernd Hoffstaetter eigens für ihren Abschied geschriebenen Lied sagte sie "Ade!".
"Ach, wie bleed", sorgte Bodyguard Peter Schick, Ehrensenator der Stichler, der ein Fernsehteam des SWR mitgebracht hatte, für ausgelassene Heiterkeit im Saal. Ein Augenschmaus und Zeichen einer hervorragenden Jugendarbeit bei den Stichlern waren die großartigen Gardetänze. Als Aristocats wirbelte die niedliche Krümelgarde über die Bühne. Viel Beifall gab es auch für die schwungvollen Auftritte der Tanzmariechen und des Jugendtanzpaars Leslie-Ann Schwöbel und Dennis Kerker. Danach eroberte die Jugendgarde die Bühne mit einem temperamentvollen "Gorilla Mambo". Mit ihrem variationsreichen Schautanz hat sich die Juniorengarde sogar für die süddeutsche Meisterschaft qualifiziert.
Die Big Mamas, allesamt Mütter der Gardetänzer, bewiesen Mut zur Figur bei ihrer Reise um die Welt, entsprechend dem Motto der Stichler. Viel Bein zeigte die Aktivengarde beim Can Can aus dem Musical Moulin Rouge. Als die "Fidelen Kraniche" aufspielten zum großen Finale tanzten und schunkelten auch die Aktiven auf der Bühne mit. Danach hieß es "Bühne frei!" für das tanzfreudige Publikum zur Musik von Nick und Rick.
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